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Donnerstag, 04 März 2021 09:20

Das Buch im Anmarsch

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Gerade kurz vor Jahresende habe ich beschlossen, endlich mit meinem zweiten Buch weiterzukommen. Ich habe meine Idee für den Buchumschlag umgesetzt. Dafür habe ich die Größe des zukünftigen Buches eingerichtet und die Seiten entsprechend skalieren lassen. Seitdem schreibe ich nicht einfach auf leere Seiten, sondern sozusagen direkt ins Buch. Es gefällt mir zu sehen, wie es vor meinen Augen wächst.

146711480 273979267479783 1643215547880947427 oDer Arbeitstitel ist: „Der Nutzen eine Null zu sein – Das Ziel ist im Weg." Der Umschlag ist wie die Startseite meiner Website. Das Buch handelt von der Umsetzung des Humors im Alltag. Das beschäftigt, glaube ich, Euch alle und mich hat es ein Leben lang umgetrieben. So stehen nicht allein die Mittel und Methoden, mit denen ich arbeite, sondern auch wie Teilnehmer und Teilnehmerinnen meiner Seminare mit Hilfe dieser Mittel und Methoden Wege gefunden haben, Humor und Lebensfreude mehr ins Zentrum ihres Lebens zu rücken.

Im Mittelpunkt steht der Kern der menschlichen Qualität „Humor", den ich „die Null" nenne; In welcher Weise wir alle „Nullen" sind; Wie wir für den Spielraum sorgen, den wir brauchen, um einen gelösten Humor zu entwickeln; Wie wir unseren Alltag damit gestalten; Wie diese Qualität für das Spiel auf der Bühne, als Heilmittel und als Lebenskompass zur Anwendung kommt. Wie entsteht ein Humor, der uns Kraft fürs Leben und Orientierung gibt. Beizeiten werde ich bei manchen von Euch anfragen, die auf eine längere Entwicklung zurück blicken können. So will ich lebensnah erzählen und durch viele Beispiele Anregungen geben. Jetzt muss ich nur noch weiter schreiben. 

Sonst machen TeilnehmerInnen beider Jahresgruppen und der Erlebnisabende gute Erfahrungen mit der online-Variante. Sie wird Präsenz-Seminare nicht ersetzen. Dennoch sagen viele TN nicht nur, dass sie erstaunt sind, wie über dieses Medium ein Spielraum mit Gruppengefühl und Zusammenspiel möglich sind. Manchen hilft es besonders, sich zu trauen, Zuhause den eigenen Spielraum zu erleben, ohne sich von anderen stören zu lassen. So ist online eine gute Lösung, die nicht nur dafür sorgt, dass vieles weitergehen kann, was sonst nicht ginge, sondern sie hat eigene Vorzüge. Hier wird online erlebnisorientiert und persönlich.

Kleiner Hinweis, was Präsenz und online in nächster Zeit betrifft: Mein Veranstalter LIW und ich haben gerade beschlossen, den 5-Tage-Bildungsurlaub „Humor ist mein Ernst" in Köln abzusagen. Das geplante Wochenende dort werde ich anstatt Freitag bis Sonntag doch online am Samstag und Sonntag ganztags anbieten. Ich habe dafür erst zwei Anmeldungen. Im Augenblick halten sich ja viele mit einer Anmeldung zurück, eben aus Unsicherheit, was jetzt nun ist. Allerdings für das Sommercamp am Seminarhaus Lebensbogen an den Helfensteinen (34289 Zierenberg, Hessen) sind schon 14 Anmeldungen da!

Die Lust auf Spiel, Clown und Humor ist nach wie vor da. Alle wollen sich freuen und ihre Lebendigkeit mit anderen teilen. Was unseren Humor betrifft, darf es nicht auf das Wetter oder auf die äußeren Umstände ankommen: Es ist Zeit, uns von innen zu stärken.


Herzliche Grüße,

David Gilmore

In unserer Pressemitteilung ist zu lesen: David Gilmore bietet vom 12-14. März in den Räumen des Kölner LiW eine Wochenend-Fortbildung an für Menschen, die mehr Humor, mehr Leichtigkeit und Spielraum im Leben suchen. Dazu einen Erlebnisabend am 12. März und ein 5-Tage Seminar vom 8.-12. März. Teilnehmer bekommen in allen drei Formaten einen vertrauensvollen Freiraum, Unterstützung und Ermutigung, bei allem Ernst die Komik zu sehen.

Wochenend-Fortbildung, Erlebnisabend

DSC00954 a v1„Der Clown in uns - Humor und die Kraft des Lachens“
läuft vom 12.-14. März in Köln. Die Haltung des Narren bietet Gelegenheit, spielerisch mit dem täglichen Theater und seine Auswirkung auf die Gesundheit umzugehen und praktische Strategien für einen humorvollen Alltag zu entwickeln. 
David Gilmore lebt bei Freudenstadt. Zu seinen Seminaren, Workshops und Fortbildungen kommen Menschen, die mehr vom Leben suchen: Mehr Humor, mehr Leichtigkeit und Spielraum für Veränderungen. Ihnen fehlt meist ein vertrauensvoller Freiraum, wo sie sich unterstützt, gesehen und ermutigt fühlen, bei allem Ernst die Komik zu sehen. Clownspiel bietet einen Weg und die Werkzeuge, gelöst und gestärkt zu handeln, im Alltag wie auf der Bühne. Die Spielfreude des Clowns hilft unseren inneren lebendigen Freiraum (wieder) zu entdecken, unser Leben und den Alltag neu zu beleben.



Hinweis Kölner Erlebnisabend: Am 12. März findet am Tag zuvor von 18:00-22:00 Uhr ein Erlebnisabend zum Kennenlernen in den selben Räumen statt. Motto: „Die Kraft des Lachens – Vom Lebenswitz zur Lebenslust.“ Der Erlebnisabend steht für sich und ist gleichzeitig auch der Einstieg in das Gesamt-Wochenend-Seminar„Der Clown in uns - Humor und die Kraft des Lachens“ vom 12. März 2021 18:00 bis 14. März 2021 14:00, ebenso LiW-Raum, Hansaring 4, 50670 Köln. Erlebnisabende sind für alle Menschen, die einen Abend lang Humor, Leichtigkeit und Spielraum erleben wollen und eine kurzweilige Einführung in die Kraft des Lachens bekommen wollen. In kürzester Zeit entsteht ein vertrauensvollen Freiraum, in dem alle zum freien Ausdruck, Spiel und Komik unterstützt und ermutigt werden. David Gilmore ist Autor des Buches
"Humor und die Kraft des Lachens - So entdecken Sie den Clown in sich und finden zu mehr Lebensfreude!", erschienen bei Kösel.



Darum geht es:
• Wie stärke ich meine Lebensfreude im Alltag?
• Der Körper spricht: Zum echten Gefühlsausdruck und zum Umgang mit gelernten Überzeugungen eine spielerischen Beziehung aufnehmen
• Wie nehmen wir uns und die Welt wahr und wie reagieren wir darauf?
• Sich mehr aus dem „täglichen Theater zu lösen und über sich lachen können.
• Die eigenen Bedürfnisse und den „Esel“ besser wahrnehmen und beachten
• Spielraum für den körperlichen und stimmlichen Ausdruck schaffen.
 

Methoden:
• Das Spiel des Clowns und die rote Nase
• Übungen zur Stärkung der körperlichen, emotionalen, stimmlichen und sprachlichen Authentizität im Ausdruck
• Impulsübungen und das Spiel aus dem Augenblick
• Die Bühne als Spiegel des Alltags mit Regiehilfe
• Gruppen- und Partnerspiel


Zeiten, Kosten: 
Erlebnisabend am 12. März 18:00-220:00 Uhr, 35 Euro
Seminar Samstag, 13. März 2021, 9.30-18 Uhr bis Sonntag, 14. März 2021, 9.30-14 Uhr, 220 Euro
(Frühbucher bis zum 15. Februar 2021
€ 195,-)


Ort: Köln, Hansaring 4 LiW-Raum


5 Tage Fortbildung:

DSC00932 a David v1„Humor ist mein Ernst: Gelöst lösen im Beruf“  Auch in Köln in den Räumen des LiW bietet David Gilmore eine Fortbildung an für Menschen, zu deren Arbeit ein näherer und authentischer Kontakt zum Menschen gehört. In einer 5-tägigen Fortbildungen vom 8.-12. März 21 kann man eigene Stärken in der Kommunikation herausarbeiten und seine Fähigkeiten im Spiel weiterentwickeln. David Gilmore vermittelt mit spielerischen Mitteln den Humor, den wir im (beruflichen) Alltag brauchen. Die Fortbildung ist als Bildungsurlaub förderfähig.

David Gilmore lebt bei Freudenstadt. Zu seinen Seminaren, Workshops und Fortbildungen kommen Menschen, die mehr vom Leben suchen: Mehr Humor, mehr Leichtigkeit und Spielraum für Veränderungen. Ihnen fehlt meist ein vertrauensvoller Freiraum, wo sie sich unterstützt, gesehen und ermutigt fühlen, bei allem Ernst die Komik zu sehen. Wer möchte in seinem beruflichen Alltag nicht gern auch dann locker und flexibel sein, wenn es schwierig wird, wenn der Adrenalinpegel steigt und wenn der „innere Autopilot“ meint, nur noch zwischen "Kampf“, „Flucht“ oder „Totstellen“ wählen zu können? Nicht immer ist es so dramatisch – die Muster bleiben jedoch die gleichen: „Stress macht dümmer. Sind wir locker, sind wir schlauer und können, was wir können: Wir haben unser Handwerkszeug zur Verfügung. Im pädagogischen Alltag kommen Sie schnell in schwierige, fordernde Situationen, die „das Blut in Wallung bringen“ - so David Gilmore. Das seien Situationen, die einen fordern und manchmal auch überfordern.

Welche Fähigkeiten braucht es? Über welche verfügen Sie schon? Was macht überhaupt eine Situation schwierig? Das Begleiten und die Begegnung von Menschen im Beruf und im Alltag sind geprägt von Beziehung. Und Beziehung erfordert „echte Begegnung“. Echt wird die Begegnung, wenn wir uns der Situation und dem Andern mit dem, was da ist, ehrlich und authentisch stellen ohne Angst, das „Gesicht zu verlieren“. Das erfordere manchmal einen „Narrensprung“, so Gilmore.

In dieser Fortbildungswoche hat jeder die Möglichkeit, seine Stärken zu heben und zu festigen und die angelegten kommunikativen Fähigkeiten spielerisch weiterzuentwickeln. Die Teilnehmer werden persönlich konkret einbezogen. Sie entwickeln praktische Schritte, um neue Kompetenzen in Ihren persönlichen und beruflichen Alltag zu bringen.

Ziel: Sie lernen einen erfrischend spielerischen und humorvollen Umgang mit dem „Theater Ihres beruflichen Alltags“ kennen und finden einen leichten Zugang zum bewussten und wirksamen Körperausdruck. Sie lernen Ihre „Null“ kennen, den Mittelpunkt Ihres Spielraums und dessen lustvolle und lösende Komik. Und Sie nutzen die Erweiterung Ihres Repertoires für Situationen, die Sie bislang als „stressend“ und „beengend“ erlebt haben: Im Spiel entdecken sie Ressourcen, die konkret Ihr Handeln im beruflichen Alltag unterstützen.

Verlauf und Inhalte:
• Dynamik des Humors und Unterschied zwischen aggressivem und heilsamem Humor
• Verständnis des Menschen in Bezug auf Humor und dessen Wirkung
• Wann ist es klug, forsch zu sein, wann nicht? Die eigene Intention klären und die eigene Position richtig einschätzen
• Sprache des Körpers und die Wirkung der Stimme
• Dinge frisch und frech auf den Kopf stellen, um dann wahrhaftig und grundsätzlich zu handeln
• sich treu bleiben
• Mitschwingen, Reagieren oder „es sein lassen“? – Umgang mit der Dynamik
des „Esels“
• Auflösen des „stabilen Scheiterns“ – Umgang mit Teufelskreisen

Hinweis noch einmal zum Kölner Erlebnisabend zum Weiterempfehlen: Am 12. März findet von 18:00-22:00 Uhr ein Erlebnisabend in den selben Räumen statt. Motto: „Die Kraft des Lachens – Vom Lebenswitz zur Lebenslust.“ Der Erlebnisabend steht für sich und ist gleichzeitig der Einstieg in das Gesamt-Wochenend-Seminar „Der Clown in uns - Humor und die Kraft des Lachens“ vom 12. März 2021 18:00 - 14. März 2021 14:00, ebenso LiW-Raum, Hansaring 4, 50670 Köln. Mehr dazu auf www.davidgilmore.com. Erlebnisabende sind für alle Menschen, die einen Abend lang Humor, Leichtigkeit und Spielraum erleben wollen und eine kurzweilige Einführung in die Kraft des Lachens bekommen wollen. In kürzester Zeit entsteht ein vertrauensvollen Freiraum, in dem alle zum freien Ausdruck, Spiel und Komik unterstützt und ermutigt werden.

Daten:
Fortbildung vom 8. März 2021 13:30 - 12. März 2021 13:15
395 Euro

Erlebnisabend am 12. März 18:00-220:00 Uhr
35 Euro

Köln LIW-Raum, Hansaring 4

Es gibt eine weitere Möglichkeit, meine Arbeit praktisch kennenzulernen. Online über Zoom am 12. und 26. Februar beim Erlebnisabend "Humor und die Kraft des Lachens" oder am 27. Februar beim Erlebnistag Online "Der Clown in uns"

141985807 265784204965956 7427597242202540198 oErlebnisabende sind für all die Menschen, die einen Abend lang Humor, Leichtigkeit und Spielraum erleben wollen und eine kurzweilige Einführung in die Kraft des Lachens bekommen wollen. In kurzester Zeit entsteht ein vertrauensvoller Freiraum, in dem alle zu freiem Ausdruck, Spiel und Komik unterstützt und ermutigt werden. Unsere Erfahrung: 
Die Seele ist eine Null – sie braucht Freiraum, Spielraum, Beziehungsfähigkeit und Entscheidungskraft. Hier geht es um die Entdeckung der eigenen spielerischen Fähigkeit und wie Dein Humor zum Ausdruck kommt. Ein Online-Seminar hat den Vorteil, dass Reisekosten wegfallen. Neben den Erlebisabenden gibt es auch die Möglichkeit am 27. Februar einen ganzen Erlebnistag Online, "Der Clown in uns", zu erleben. Einfach von zu Hause aus über Zoom einloggen. Mehr zum Seminarangebot finden Sie hier.


Beim Erlebnisabend kommenden Freitag 18-22 Uhr ist die Teilnahme noch möglich. In der aktuellen Lage ist diese Online-Form naheliegend und hat gegenüber dem direkten räumlichen Zusammensein einen ganz eigenen Wert, finde ich. Wir arbeiten in einer Kleingruppe von 10 Leuten. Selbst Teilnehmer*innen, die wenig oder gar nicht online unterwegs sind, waren überrascht, was in diesem Format möglich war – sogar Zusammenspiel und Bühnenarbeit!

Zusammengefasst: Nächste Online-Angebote per Zoom zum Kennenlernen: 12. Februar Erlebnisabend Online, 26. Februar Erlebnisabend Online oder 
27. Feb. Erlebnistag Online "Der Clown in uns"

Kaum war Winter, jetzt ist alles weg! Gerade hat es wieder so viel geregnet, dass das Grün wieder hervorkommt. Stromausfälle hatte wir auch die Woche gehabt. Zum Glück nicht während meiner Online-Seminare.

Montag – noch beim jährlichen Treffen der Gruppe: „Lebendiges Lernen“ mit 14 Teilnehmer*Innen – konnten wir, die im Schwarzwald leben, den anderen Online-Teilnehmern aus anderen Teilen Deutschlands eine weiße Pracht mit dem Notebook zeigen.

Schnee IMG20210115113839 KLInzwischen habe ich nicht nur die beiden ersten Teile der ersten Jahresgruppe online angefangen, sondern auch den ersten Teil der zweiten Jahresgruppe. Zwei offene Seminare „Das Feuer wieder wecken“ und „Das Ziel ist im Weg“ (für die Clownschule in Hannover (TUT) habe ich im Januar auch durchgeführt. Und im Februar bin ich dabei, am 12.2. einen Erlebnisabend und am 13./14.2. mein Basisseminar: „Humor und die Kraft des Lachens“ online zu organisieren. Ich kläre auch gerade, ob ich anstatt eines 5-tägigen Spielertrainings 3 Regietage anbiete. Es sieht so aus, dass ich vom 26.-28. Februar per zoom Einzelunterricht mit Spielberatung anbiete. Interesse haben manche schon bekundet.


Wahrscheinlich wird es eine ganze Weile so weitergehen. Viel sprechen gern von „Krise als Chance“, bis wirklich eine Krise da ist. Viele wehren sich gegen den Einzug der online-Begegnung, auch weil sie nicht möchten, dass es „normal“ wird. Und dann ist nicht jede/r so technisch eingestellt oder versiert, dass man sich „traut“ oder auch nur Lust hat, sich auf diese Art einzulassen. Das kann ich schon verstehen.

Ein Gemisch aus vielen Gefühlen machen sich breit. Sieht es bei Dir beim bloßen Gedanken an Online-Seminare auch so aus? Ich ziehe Begegnungen „in Person“ auch vor. Ich kann aber von den letzten Erfahrungen berichten, dass wir einander tatsächlich begegnet sind. Gar haben Teilnehmer*Innen erstaunt berichtet, dass der Raum vertrauensvoll war. Sie konnten sich zeigen und fühlten sich gar weniger gehemmt in ihrem eigenen Raum als wenn sie sich unter fremden Menschen zeigen „müssten“.

Ich bin über die Möglichkeiten froh, die mir die Technik als Seminarleiter bietet und lerne durch die Praxis, wie Zusammenspiel, Bühne, Runden und kleine Vorträge und Erklärungen sich einander ablösen und unterstützen, um das Gesamterlebnis lebendig zu gestalten und Spielfreude zu vermitteln und Spontanes zu ermöglichen. Jetzt kommt es wirklich nur noch auf mich an, Auftritte, Lernangebote, Austausch, Begleitung und Regie auf diese Weise in die Tat umzusetzen. Gleichzeitig freue ich mich darauf, Euch wieder in Person zu begegnen – auch maskiert.

Lasst uns also die virtuellen Spielräume nutzen und uns überraschen, wie persönlich sie sein können und hoffen, dass die Entwicklung und die Mitwirkung unserer Zeitgenossen uns bald wieder erlauben, zu reisen und uns wieder in Person zu begegnen.

Einen interessanten Artikel mit einem Interview mit mir zum Thema findet Ihr im Schwarzwälder Boten.
Um den Artikel lesen zu können muss man sich allerdings kostenlos registrieren. Bleibt gesund, lebensfroh, gelöst und gelassen.

Die Begegnungswoche "Wach auf und Lebe!", geplant vom 14.-20. Februar 2021 in Bad Herrenalb, wird verschoben auf den Sommer. Wann das wird, wird noch eruiert. Wir teilen den Termin an dieser Stelle und auf Facebook mit. Ein Überblick über all meine Veranstaltungen des Jahres sind hier zu sehen.


87032250 131174098426968 486358415812067328 oWorum geht es in dieser Begegnungswoche? Die Spielfreude des Clowns hilft, unseren inneren lebendigen Freiraum (wieder) zu entdecken, unser Leben und den Alltag neu zu beleben. In diesem Sinne kann Humor heilsam sein. Hier geht es darum, ausgerechnet in den Hindernissen, Teufelskreisen und in den Sackgassen des Lebens‘ den lösenden Lebenswitz und die Lebenslust zu finden. Damit stärken wir die Fähigkeit, den Zugang zu unserer Lebensfreude immer wieder herzustellen, uns und die Welt zu umarmen. Kosten: Ganze Woche € 520,– (€ 460,– Mitglieder) Die Seminare sind auch einzeln buchbar: Preis für einzelne Angebote: pro Tag € 120,– (€ 100,– Mitglieder). Unterbringung und Verpflegungskosten sind exklusive.Eine Unterbringung in der Evangelischen Akademie, Doblerstr. 51, 76332 Bad Herrenalb ist möglich. Sobald der Termin steht, bitte selber buchen oder sich beim Förderkreis-Büro melden. Siehe auch die Website www.foerder-kreis.de

Ein junger Redakteur des Schwarzwälder Boten, Jonas Huber, hat mich zur Arbeit mit meinen Teilnehmern in Corona-Zeiten und zum Thema Humor interviewt. Unter dem Bild lesen wir: "Im Sommer 2019 konnte Gilmore noch mit seiner Jahresgruppe auf dem Freudenstädter Marktplatz unter freiem Himmel spielen – jetzt steigt er auf den digitalen Raum um" hier das Interview:


"LoßburIMG 9061g. David Gilmore wurde 1949 in Ostlondon als Sohn jüdischer Eltern geboren. Er arbeitete von 1983 bis 1999 als „Clown und Narr“ in der Psychiatrie in Freudenstadt. Er wohnt mittlerweile in Loßburg. Als Clown, Regisseur, Buchautor, Theaterpädagoge und Theatertherapeut ist er seitdem im ganzen deutschsprachigen Raum mit Humor unterwegs und hält heute eine Bandbreite von Seminaren ab – vom Clownspiel und Regie bis Visionsseminare und Coachings."

 

Was ist für Sie ein Clown und was ein Narr und worin liegt dabei der Unterschied?

 

Ein Clown ist jemand, für den oder für die Lebensfreude, Lebendigkeit und Spiel höchste Priorität haben. Er fühlt sich wohl, wenn Menschen miteinander lachen, einander wertschätzen und sowohl die eigene Komik als auch das Komische im Leben sehen. Für einen Narren ist all das auch wichtig, nur zeichnet ihn die Liebe zur Wahrhaftigkeit aus. Er fühlt sich wohl, wenn Menschen stimmig sind. Deswegen fällt es ihm besonders auf, wenn dies nicht der Fall ist, wenn Menschen das eine sagen und das andere tun. Bei ihm ist oft die Frage: Wer lacht hier überhaupt?

 

Auf Ihrer Webseite sprechen Sie die sogenannte »Nullfähigkeit« an. Was bedeutet das, können Sie das in eigenen Worten erklären

 

Damit ist umschrieben, was mit »Null« gemeint ist. Ob Lebensfreude oder Wahrhaftigkeit: Es geht um ein Grundbedürfnis von uns allen – Freiraum und Spielraum. Einerseits brauchen wir beide, um uns wirklich unseres Lebens zu freuen, andererseits helfen uns Spiel und Witz wiederum, wieder lachen zu können, falls uns das Lachen vergangen ist. Ich spreche deswegen von »Null«, weil sie auf einen Zustand hinweist, in dem wir gelöst sind. In diesem Zustand sind wir, wenn wir lachen. Für einen Augenblick ist uns dann vieles nicht mehr wichtig, was wir sonst so ernst nehmen. Das ist für einen Clown und einen Narren der wahre Grundzustand des Menschen.

 

Wie kamen Sie persönlich zum Clown-Dasein und wo haben Sie gelernt, was Sie können?

 

Einmal habe ich das, was ich gerade beschrieben habe, selbst gebraucht. Als Kind habe ich früh aus eigener Not danach gesucht, wie ich mich dauerhaft freuen kann und mich lösen kann. In dem Zusammenhang steht mein »Narrensprung« 1972 nach Deutschland (Westberlin), um meinen Humor zu finden. Danach gab es weitere »Sprünge«, nach Tübingen, nach San Francisco, nach Freudenstadt und jedes Mal ging es um weitere »Lernsprünge«, sowohl für mich persönlich als auch um das Handwerk des Clownspiels und der Improvisation zu erlernen. Gerade in San Francisco konnte ich die ersten Kurse in dieser Richtung, die ich in Deutschland schon absolviert hatte, vertiefen. Ich konnte auch meine persönliche Entwicklung dort weiter fortsetzen: Den Kontakt zur Radikale-Psychiatrie-Bewegung unter Dr. med. Claude Steiner, dessen Vertreter ich in Berlin schon bei einem Workshop im Kommunikationszentrum Friedenau (»Kommrum« – dort war ich 1978 Mitbegründer) kennen und schätzen gelernt hatte. Ich habe 1983 Johannes Galli als Clown in Tübingen kennen gelernt und blieb bis 1987 bei ihm. Seit 1983 und auch schon davor habe ich persönliche Entwicklung und Therapie immer mit kreativen Fähigkeiten verbunden, mit der Betonung auf Humor und Komik?

 

Haben Sie einen bestimmten Stil oder eine bestimmte Vorgehensweise?

 

Sicherlich hat sich mein Stil aus der Verbindung von Clowntechniken, Tanztheater und der Haltung des Narren sowie von Erkenntnissen und Werkzeugen aus der systemischen Gestalt- und Körpertherapie entwickelt. Ich habe sowohl auf der Bühne mit eigenen Stücken gestanden als auch Menschen in ihrer spielerischen Entwicklung begleitet. Heute liegt die Betonung bei mir eher darauf. Mein Stil bleibt nach wie vor immer erlebnis- und prozessorientiert. Gleichzeitig vermittle ich Handwerkzeug. Darauf basieren die Ergebnisse, die sich sowohl in Auftritten als auch in persönlichen Lebensschritten münden.

 

Was ist Ihr persönliches Ziel als Clown?

 

Zu mir kommen Menschen, die mehr vom Leben suchen: Mehr Humor, mehr Leichtigkeit und Spielraum für Veränderungen. Wem ein vertrauensvoller Freiraum fehlt, wo jemand sich unterstützt ermutigt fühlt, bei allem Ernst die Komik zu sehen, biete ich im Clownspiel einen Weg, gelöst und gestärkt zu handeln, im Alltag wie auf der Bühne.

 

Wie schätzen Sie die Bedeutung von Humor im Alltag ein?

 

Sie können sich vorstellen, dass es gerade mir bei meiner Geschichte und Lebensweg wichtig ist, dass die Lehren und Fähigkeiten, ein Clown zu sein, für den Alltag entscheidend sind. Wir brauchen den inneren Freiraum, um unseren äußeren Raum entsprechend zu gestalten.

 

Können Sie als Clown Alltagsproblemen immer mit Humor begegnen?

 

Viele Menschen versuchen, Problemen des Alltags mit ihrer Form des Humors zu begegnen, möglicherweise alle. Welche Form des Humors worüber sie lachen und was sie wie komisch finden, unterscheidet sich enorm. Es gibt nicht nur eine Form des Humors. Es gibt zwar nichts, was an sich komisch ist, aber auch nichts, worüber man nicht lachen könnte. Unser Umgang mit uns, mit anderen und mit den sonstigen Umständen des Lebens hängt auch davon ab, was wir ernst nehmen und auch wie ernst wir etwas nehmen. Es ist entscheidend, uns sowohl ernst zu nehmen als auch uns nicht ernst zu nehmen. Es ist wichtig, andere ernst zu nehmen und gleichzeitig zu merken, womit manche ernsthaft einer Täuschung erliegen. Wie wir sowohl Ernst als auch Komik definieren, bestimmt unsere Art von Humor. Grundsätzlich gilt für mich, dem Leben verpflichtet zu sein, wie Albert Schweizer es mal ausdrückte. So geht es mir in erster Linie um einen Humor, der uns löst und Spielraum schafft, – nicht um Zynismus, Sarkasmus oder auch Ironie, wenn sie unsere Sichtweise und unseren Spielraum einengen – auch wenn es manchmal Spaß macht und manchmal angezeigt ist, das Leben so zu betrachten.

 

Wie sieht Ihre Arbeit in Corona-Zeiten aus? Wenn Sie mit Online-Seminaren arbeiten: Was unterscheidet die Arbeit online von der in Präsenz-Seminaren?

 

Corona hat mich, wie viele andere, auf die Probe gestellt – ich durfte ja keine PräsenzSeminare geben. Ich musste den Kontakt zu meinen Jahresgruppen aufrecht erhalten, sodass die Teilnehmer nicht verzweifeln. Ich fing an, endlich das zu machen, was ich lange vorhatte: Einen Youtube-Kanal einzurichten, wo Interviews und Informationen von mir stehen, um aufzutreten und Auftritte und Lehreinheiten weiter entwickeln kann, wodurch ich doch mehr Freiraum habe. Ich fing an, ein Studio bei mir zu Hause aufzubauen, die Technik zu beschaffen und zu lernen, damit umzugehen. Im Dezember habe ich meine neue Jahresgruppe online abgehalten und ausgefallene Seminare online veranstaltet. Ich lerne, wie diese genauso erlebnis- und prozessorientiert sein können, wie meine Seminare sonst verlaufen.

 

Wie hat sich die Nachfrage nach Ihren Angeboten in Corona-Zeiten verändert?

 

Gerade im Sommer hatte ich 30 Anmeldungen für das Clowncamp am Wusterwitzer See in Brandenburg. Zu dem Zeitpunkt habe ich Kurse noch mit Maske durchführen dürfen. Wir waren auch bei dem schönen Wetter fast nur draußen und konnten die Abstandsregeln gut einhalten. Alle haben ein großes Bedürfnis danach, zusammen zu sein und zusammen zu spielen und erleben. Das würden wir alle vorziehen. Was online-Kurse betrifft: Viele Menschen haben noch vor der Technik Angst. Sie bezweifeln oft auch, ob ein Online-Angebot überhaupt Spaß machen kann bzw. was bringt, wenn die Teilnehmer*innen nicht „wirklich“ zusammen sind.  Kürzlich habe ich über die Clownschule in Hannover (TUT) eins meiner Seminare: »Creative Vision – Das Ziel ist im Weg« übers Internet angeboten. Es waren erst acht Anmeldungen da, viel weniger als sonst für dieses Seminar. Drei Tage bevor Niedersachsen Präsenz-Seminare untersagte, schlug ich vor, das Seminar online anzubieten. Daraufhin sagten fünf Teilnehmer ab. In den folgenden Tagen meldeten sich aber insgesamt sieben Leute an. Und im letzten Moment auch noch jemand  Es waren am Ende doch elf Teilnehmer*innen insgesamt. Das Seminar lief prächtig, auch das Zusammenspiel.

 

Wie wichtig sind Lachen und Humor in Zeiten wie diesen und warum können Clowns gerade jetzt besonders gebraucht werden? 

 

Es hilft immer, wenn wir lachen können. Niemand braucht mehr daran zu zweifeln, dass Lachen gesund ist. Das wusste man eigentlich vor den wissenschaftlichen Untersuchungen auch schon. Corona bietet noch eine Herausforderung mehr: Wie wir mit uns und anderen Menschen umgehen und wie wir verantwortungsvoll handeln, auch wenn wir die Schnauze voll haben oder verzweifelt sind. Schon vorher stand die Frage im Raum, wie mit Frust, Ärger und Angst umgehen und wie  Verantwortung für das eigene Leben übernehmen. Clownspiel fördert eine hohe Selbstwahrnehmung wie auch eine Verantwortung für die eigenen Gefühle und setzt sie spielerisch um. Ein Clown weiß nicht vorher, was aus seinem Spiel wird. Wenn er von einer Grundannahme oder von Konzepten ausgeht, hört der Spaß ziemlich schnell auf. Er vertraut darauf, dass er lebendig und froh bleibt, wenn er das Leben und alle Umstände umarmt, anstatt in allem, was er nicht mag, einen Gegner zu sehen, den er bekämpfen muss. Ein Clown vertraut auf die Lebenslust und auf den Lebenswitz"

 

Die Fragen stellte Jonas Huber. Im Original nach Registrierung im Schwarzwälder Boten zu lesen.

Montag, 21 Dezember 2020 11:20

Im Einklang mit unserer Natur

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„Glückselig also ist ein Leben, welches mit seiner Natur im Einklang steht“ (Lucius Annaeus Seneca). Eine Weihnachtsbotschaft? "Auch im Sturm bleibt der Baum standhaft und sich treu": Ein Motto fürs Leben, nicht nur für Zeit zwischen den Jahren - die Zeit des Narren.

IMG20201224081231 KLIch nehme die „Zwischenzeit“ als meine Gelegenheit wahr, meine besten Wünsche für das kommende Jahr an alle zu senden, die ich durch die Kraft des Lachens kennen gelernt habe. Die Zwischenzeit ist in vielen Traditionen die Zeit des Narren. Der Raum dazwischen erlaubt eine andere Perspektive auf sich und die Welt.

Danke an die, die mich über lange Jahre unterstützt und ermutigt haben und die sich immer wieder mal melden.

Eure anerkennende Rückmeldungen sind mir eine willkommene Bestärkung. Es ist für mich schön zu erfahren, wie manchmal eine einzige Begegnung immer noch für das eigene Leben einen wesentlichen Impuls gab.

Danke an die, die ich dieses Jahr kennen lernen durfte. Ich freue mich immer wieder, so unterschiedliche Menschen und ihre Welten zu erleben. Auch bedanke ich mich dafür, dass Ihr die Maßnahmen mitgetragen habt, ohne die wir uns nicht hätten treffen können. Trotz dieser Einschränkungen war es mit Eurer Mithilfe möglich, unseren Humor miteinander zu stärken und eigene Wege für die eigene Entwicklung zu finden - auch mit dem Virus.

Danke auch an alle Veranstalter, für die dies natürlich genauso gilt. Ihr musstet mit ganz schön vielen Bestimmungen und Einschränkungen zurecht kommen, die auch Eurer Existenz in Frage gestellt haben.

Dieses Jahr ist für uns alle gesundheitlich eine Herausforderung gewesen. Unsere familiären und persönlichen Beziehungen zu pflegen und manchmal überhaupt noch möglich zu machen, erfordert viel Kraft, körperlich wie emotional. Es hat unsere Wahrnehmung für das uns Wesentliche geschärft. Vielen hat es deutlich gemacht, wie wir aufeinander angewiesen sind, wie wir uns brauchen - ob wir uns kennen oder nicht. Eine solche Krise, wie jede Krise, zeigt auf, was uns verbindet. Bedauerlicherweise trennt uns auch Vieles.

Mein Bestreben ist es, unseren Humor zu stärken. Das heißt nicht allein, dafür zu sorgen, dass wir mehr lachen.

Humor heißt für mich Lebendigkeit, Ausdruck, Beziehung, Menschlichkeit, Spielraum. Diese Grundfähigkeiten und Bedürfnisse sind zentral dazu, Mensch zu bleiben, wie wir dies auch von anderen wünschen. So finden wir immer wieder die Freiräume, welche Spiel, Witz und kreatives Handeln ermöglichen. Menschen wollen sich verbinden, hoffen und freuen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch mehr Humor, mehr Narrsein, nicht nur im kommenden Jahr. Anders ausgedrückt: „Liebe Deinen Esel wie Dich selbst“.

Das Ergebnis einer Wahl: Menschen, die sich freuen, weil sie sich frei fühlen; die lächeln, weil sie wieder Hoffnung schöpfen; die feiern, weil sie wieder frei atmen können. Für diejenigen, die vier Jahre lang sich besonders gegängelt gefühlt haben, öffnet sich das Herz.

Buddha20200808 135419 KLAuf der anderen Seite: Menschen, die sich ärgern, weil sie verloren haben; die das Ergebnis leugnen, weil er "falsch" sein muss; die Gründe finden, wie der Ausgang einfach nicht sein kann. Diejenigen, die vier Jahre lang meinten, endlich allein das Sagen zu haben, nach Jahren des Gefühls ignoriert worden zu sein, fühlen sich jetzt beraubt und suchen daher nach den "Dieben".

Kann es sein, dass gerade diese Haltung der Stoff ist, aus dem "Verschwörungstheorien" entstehen? Das sind wohl Versuche, die Komplexität der Welt und auch das empfundene Unrecht auf einfache Beweggründe zurückzuführen und daraus zu folgern, dass alle wohl insgeheim zusammenarbeiten, die mir mein Glück nehmen, obwohl es auf der Oberfläche nicht so aussieht. Das muss ein Trick sein. Das muss so sein, wenn im Endergebnis immer eins feststeht: "Am Ende bin ich der Gelackmeierte".

Die Freude der Befreiung hält trotzdem wohl weniger lang an als das Gefühl, betrogen worden zu sein, ungerecht behandelt worden zu sein, immer den kürzeren zu ziehen. Dieses Gefühl kann lange - sehr lange - anhalten. Das eben erzielte Wahlergebnis ist auch eine Folge des Gefühls, dass das Recht der Gewinner nicht nur vorher auf wackeligen Füssen stand, sondern gerade von denen in Frage gestellt worden ist, die vor vier Jahren sich freuten und heute überall Betrug wittern.

Was sie eint, ist das Leugnen dessen, was für die anderen Tatsache ist. Meine Frau sagt ja immer: "Ich mag nicht immer recht haben, aber irren tue ich mich nie."
("I may not always be right, but I`m never wrong"). Womit sie wohl recht hat. Was ich nicht wusste: Sie zitiert dabei - ohne es zu wissen - den amerikanischen Filmproduzenten Samuel Goldwyn (von den Filmstudios: United Artists und MGM). Und er war wohl in seinem Bereich ein kleiner Diktator.

Um so etwas behaupten zu können, muss man viel Selbstvertrauen mitbringen und den Anspruch haben, durchzublicken, wo andere keine Ahnung haben. Das hatte ich eigentlich nie. Ich wollte immer die andere Seite verstehen und das schwächte ständig meine Position. Ich fühlte mich oft zwischen zwei Stühlen. Zwischen streitenden Parteien wollte ich immer der Unparteiische sein und darauf hinweisen, wie eigentlich in gewisser Weise beide recht haben bzw. das Recht auf ihre Position, auf ihre unterschiedliche Sichtweise - einfach weil sie sich unterscheiden. Man müsste die Position des Anderen verstehen.

Es sei denn: Ich habe recht. Dann hört der Spaß natürlich auf.

Dienstag, 13 Oktober 2020 11:47

Spielräume und Humor werden überall gebraucht

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Was all meine Angebote miteinander gemeinsam haben, ist der Wunsch, Humor als eine menschliche Fähigkeit zu vermitteln, die zentral zu unserer geistigen und seelischen Gesundheit ist. Er ist zentral zu unserem generellen Wohlbefinden. Er lehrt, wie mit unserer inneren und äußeren Realität umzugehen. Das ist ein Grundbedürfnis von uns allen.

Die ersten zehn Tage im Oktober waren wieder Reisetage. Jeweils 12 Teilnehmer*Innen zeigten sich bereit, in Dresden, Wien und Hannover den Spielraum des Clowns kennen zu lernen bzw. Weg zu finden, ihn in ihren persönlichen und beruflichen Alltag zu integrieren.

022GilmoreIch bin selbst froh, seit Juni wieder arbeiten zu dürfen. Teilnehmer*Innen sind nicht minder froh. In Dresden gerade bot ich bei der Ev. Erwachsenenbildung Sachsen wie jedes Jahr einen Erlebnisabend an und im Anschluss ein Wochenendseminar zum Thema: Der eigene Clown – Humor und die Kraft des Lachens. In Wien gab es die Fortbildung „Gelöst lösen“ (bei pro mente Akademie). In der Clownschule TUT, Hannover gab es den letzten Teil der Fortbildung: „Humor und Gesundheit – Die Kraft des Lachens“.

In allen Seminaren bildet die Übereinstimmung von Körper, Gefühl und Stimme die Grundlage, dann folgt „Angleichen“, „Aktion/Reaktion“, „die drei Grundgegensätze“, das „Umarmen des Esels“ und die Entstehung der Komik des Clowns durch die Grundfähigkeiten der Reduktion und Verstärkung („100%/360°“). Es geht um die Fähigkeit, den Ernst zu "umarmen" und für Freude und Lebendigkeit zu stehen. Zentral ist der Umgang mit der roten Nase als Werkzeug und die Fähigkeit, ins Spiel ein- und wieder aus zu steigen.

Am Anfang . Diese Übungen lassen sich genauso gut auf den Alltag anwenden wie auf die Entwicklung einer Clownfigur oder die Erweiterung des eigenen Humors. Es geht erst einmal darum, den eigenen Spielraum zu entdecken und nach und nach wie wir Persönliches in Spielmaterial umwandeln.

Auch in den Fortbildung wie in Wien geht es darum, Spielraum im beruflichen Alltag – hier im sozial-psychiatrisch-pflegerischen Bereich - mehr Raum für sich im Umgang miteinander und mit Bewohnern/Patienten/Klienten zu schaffen. Es geht einmal um die eigenen spielerischen Fähigkeiten und den eigenen Humor, um den Humor mit Klient-, Patient- und Bewohner*innen und um den Humor in den jeweiligen Organisationen. Dies findet sich wieder in einem von mir entwickelten „Humorkompass“, der dem Verständnis aller praktischen Übungen dient, besonders im beruflichen Bereich. Humor ist ja schon komplex, selbst wenn Komik, Lachen und Leichtigkeit so offensichtlich und selbstverständlich erscheinen. Alle lachen doch gerne, oder.

Gute Stimmung, viel Leichtigkeit und viele Anregungen zum Mitnehmen und Besinnen.... Ich freue mich auch jedesmal.


Montag, 21 September 2020 12:13

In Andenken an Dieter Bartels

Letzte Woche während meiner Reise erfuhr ich vom plötzlichen Tode eines maßgeblichen Mitglieds des TUT (Schule für Tanz, Clown und Theater) in Hannover, von dem ich gerade kam - Dieter Bartels. Ich trauere um den Verlust seines fröhlichen und ermutigenden Wesens.

Dieter BartelsEr war eine Seele von einem Menschen, der viele nicht nur in ihrem Werden zum Clownspiel begleitete, sondern sie auch seelisch bestärkte. Ich traf ihn nur hin und wieder im Büro, mal zwischen Tür und Angel. Er nahm immer gerne Zeit und es war immer eine Freude, mich bei ihm zu entspannen und Fröhlichkeiten auszutauschen. Seine Fröhlichkeit gründete auch auf einem Ernst - nachdenklich und lebensfroh. Er war ein echter Mensch.

Es tut mir leid, ihn betrauern zu müssen. Ich habe mir erlaubt, dieses schöne Foto von ihm von der TUT-Webseite Euch zu zeigen. Mag er immer in unserer guten Erinnerung bleiben, auf dass er weiter in unserem Leben wirkt.