Eine reisefreudige und erlebnisreiche Zeit: Clowncamp in Wusterwitz, Fortbildungen in Hannover und Südtirol, Spielertraining in Luzern und jetzt wieder die zweite Jahresgruppe in Freudenstadt.... Spielräume schaffen, Raüme für Humor und Spiellust öffnen.
Es ist ein noch warmer Sommerabend. Ein schwarzer Vorhang als Hintergrund und zwei Stühle als Begrenzung: Die Abendbühne ist eröffnet. Das Publikum sitzt, redet aufgeregt miteinander über den gerade erlebten Tag, über die Hitze, über den See, über das Spiel am Morgen.... Auch Vertreter der Gemeinschaft Aloha sammeln sich. Sie haben erlebt, wie die Gruppe immer lebendiger, freudiger und gelöster wird, wie sie den Platz ganz übernimmt und belebt. Und der Platz wunderschön an einem kleinen See gelegen, mit den beiden Storchpaaren auf benachbarten Kaminen, wird morgens Zeuge von angeleitetem Clownspiel, Zusammenspiel, Tanz und Lebensfreude. Immer mit roter Nase, mit Gesichtsvisieren und manchmal mit Hilfe von bunten Spielseilen, um Kontakt über die nötige Distanz herzustellen.
Den Auftritt leite ich jeden Abend an. Ich baue die improvisierten Clown- und Theaterübungen auf die Erfahrungen des Vormittags auf. Die Kinder (6J bis 11J) sind heute Abend auch wieder dabei. Sie spielen jeden Abend mit. Vormittags bekommen sie eine eigene Betreuung durch Claudia und Sabine. Besonders gefällt Ihnen das Spiel mit den "Cafés", die ihnen auf einfache Weise erlaubt mit den Erwachsenen mitzuspielen. Auch den Erwachsenen gefällt dieses Spiel, die eine witzige Szene dadurch schafft, dass zu dritt alle als Gast oder Bedienung (wie`s kommt) deswegen in dieses Café kommen, um so sein zu können, wie sie sein wollen. Ob ärgerlich, ob wohlwollend, ob ängstlich, ob alleinbestimmend, ob leidend, ob hilfreich: Sie fühlen sich wohl, so zu sein. Das übt, eine Eigenschaft durchzuhalten und zeigt auch, wie Komik entsteht - nicht dadurch, dass man "witzig" sein will, sondern indem man ernsthaft etwas vertritt, was schon in der Steigerung oder Verstärkung zum Lachen reizt und Heiterkeit auslöst.
Es geht immer dabei darum, Spielraum zu schaffen. Ob bei der Fortbildung Humor und Gesundheit in der Clownschule in Hannover, ob für LehrerInnen der Mittel- und Oberschule im Südtirol beim Bildungszentrum Kloster Neustift (meine erste Auslandsfahrt seit langem), ob beim Spielertraining in Luzern (Theaterpavillon) und dann gerade bei der Intensivwoche der zweiten Jahresgruppe im Kurhaus Freudenstadt, immer geht es um den eigenen Spielraum und die Voraussetzuungen dafür. Die meiste Zeit bei heißen Temperaturen!
Gerade gehören auch Social Distancing, Masken, Gesichtsvisiere und Spielseile (2m) dazu, um einen sicheren Spielraum zu schaffen. Wir sind allel froh, auf diese Weise den sicheren Rahmen dafür zu schaffen, dass wir Raum schaffen für das, was unserem Humor zugrunde liegt: Spielraum, über den wir verfügen und mit anderen teilen können. So konnten wir spielen und lachen miteinander und dabei genießen und lernen... Eine gute Zeit.
- Geschrieben von: David Gilmore

Samstagabend fand die Werkstattaufführung der ersten Jahresgruppe im Hotel Teuchelwald in Freudenstadt statt. Wir hatten gerade 11 Zuschauerinnen - alle außer einer Frau, die mich über die Klinikclowns in Böblingen kennt und gerade zufälligerweise im Hotel war. Sonst waren Familiemitglieder, Freunde und Freundinnen, erwachsene Kinder und deren Freunde und Freundinnen, dabei - so wie immer. Wegen des Virus hatten wir die Anzahl der Gäste begrenzt. Sie begrenzten sich von selbst, denn die TeilnehmerInnen kommen von weiter weg und es gab mehr Gründe als sonst nicht nach Freudenstadt zu reisen.
Schon in Aschaffenburg (
Ich kam einfach nicht drauf, was es sein könnte und das lärmende Geräusch füllte mein Zimmer aus, war aber auch im Flur als ich zum Frühstück ging. Im Fahrstuhl auch und im Frühstücksraum. Es schien dort niemand zu stören. Es war nur eine Person dort und die Servicefrau.
Es wird nicht nur nach einer anderen Polizei gerufen bzw. nach einer Umfinanzierung von sozialen und Schutzkräften, sondern nach der Beendigung des Rassismus in den USA überhaupt und darüber hinaus in vielen Städten Europas. Ein Zeichen dafür ist das Niederreißen von Statuen ehemaliger „Helden“ des Kolonialismus. In den USA sind das in den Südstaaten die Statuen der Generäle der Bundesstaaten der Konföderation, die im 19. Jahrhundert den Bürgerkrieg begann, um sich von den Nordstaaten loszusagen und die Sklaverei weiter unbehelligt zu betreiben. Viele Trainingslager der amerikanischen Armee tragen immer noch ihren Namen und sind eine dauerhafte Kränkung für jeden afro-amerikanischen Armeeangehörigen. Teilweise war das Feiern der Generäle der Südstaaten durch Reiterstatuen eine Folge der Gesetzgebung zur Fixierung der Rassentrennung zwischen 1877 und 1964. Sie sind also ein deutliches Zeichen der trotzigen Reaktion einer weißen Bevölkerung gegen das Aufbegehren der „befreiten“ Sklaven von damals, damit das Zusammenleben mit den Schwarzen verhindert wurde. Sie dienen auch als ein Zeichen dafür, wer hier eigentlich immer noch das Sagen hat.