Auszug aus einer Zeitungskritik (Schwarzwälder Bote):

Da krümmt, schält und gebiert sich zu Beginn des Stücks ein Clown nach schrillem Weckerklingeln mit Kniebeugen und anderen Muntermachern aus seiner schnarchenden Raupenlarvenversponnenheit in die Welt hinaus, deren Programm für ihn wie sein Morgenlied lautet: „Wake up! Live, love, laugh and be happy.“

Aber da es nur ein Programm ist, muss er scheitern, auch wenn er sich durch krampfhafte Beschäftigung mit Gegenständen und rastlose Aktivität einen Ort zu geben versucht.

Hektisch rafft er sein Hab und Gut zusammen und verbarikadiert sich damit hinter seinem Koffer als Schutzwall; er kokettiert, nimmt Tauschgeschäfte mit dem Publikum auf, beschäftigt es mit gekonnten pantomimischen Meisterstückchen; er verblüfft es mit seinen als-ob-Spielen, in denen er einen Schirm in einen Blumenstrauß, in eine Rakete, in einen Fall-Schirm verwandelt, in denen ihm eine Todesschlinge zur Kamera und die eigene Nase zum drehbaren Objektiv daran wird, in denen er aus einem Tuch einen Triumphbogen baut, unter dem er sich stolz dem Publikum präsentiert, das ihm Beifall zu zollen hat.

Beifall, den ihm später auch kurz sein Stoffbär gibt, den er als einzige seiner Habseligkeiten wörtlich nimmt, dessen abgewandten Blick er aber trotz erster berührenden Augenblicke von Freundschaft mit all seinem werbenden „Guck mal!“ nicht gewinnen kann, obwohl er jetzt einen Einsatz zeigt, dessen selbstgestrickte Vergeblichkeit den Zuschauer sehr betroffen macht.

Auch der Clown ist betroffen und weicht doch wieder vor sich selbst in eine neue Geschichte aus, wie in zahlreichen Momenten zuvor, in denen er mit einem halb verächtlichen, halb um Selbstberuhigung bemühten „Gut“ seine Spiele und Kontakte abbricht und schal-verloren zwischen seine Sachen stolpert.

Und doch scheint es, daß ihn sein Scheitern erst reif für das Wunder macht, das ihm gegen Ende des Stücks mit einem an ihn („Für mich?!“) gerichteten Brief geschieht. Er wird zum Anfang einer Reihe von Berührungen, bei denen der Mann im Sack, das eigene „Gucken“ lernt, wenn er nun wirklich „gut“, das heißt zugewandt und liebevoll mit seinem Bären und den anderen Sachen umgeht.